Prachener Kanik


Sparte: Formentauben

Herkunft: Süd-Böhmen, aus der Prachener Gegend; 1932 in seiner Heimat, 1973 in Deutschland anerkannt.

Gesamteindruck: Kräftige, etwas gedrungene Feldtaubengestalt, fast waagerechte Haltung, mittelhohe Stellung, glattfüßig, glattköpfig; robust, flugfreudig.

Ringgröße: 8

 

 

Rassemerkmale

 

Kopf: Glatt, gut gerundet, Stirn gewölbt.

Augen: Orange- bis rubinrot, bei Braunfarbigen heller, feurig; Augenrand rosa bis rot, ein- und zweiringig, feine Struktur.

Schnabel: Mittellang, kräftig, rosa-fleischfarbig. Bei Schwarzen und Blauen ist ein angelaufener Unterschnabel gestattet.

 Hals: Kräftig, voll in die Brust übergehend, gerade, Kehle gut ausgerundet.

Brust: Breit, gut gerundet.

Rücken: Breit, leicht abfallend.

Flügel: Kräftig, fest anliegend, den Rücken gut deckend.

Schwanz: Gut geschlossen, mit dem Rücken eine gerade, leicht abfallende Linie bildend.

Läufe: Mittellang, unbefiedert, mit hellen Nägeln.

Gefieder: Fest anliegend, nicht zu lang

 

 

Farbenschläge

Schwarz, Rot, Gelb, Braun, auch mit weißen Binden und weißgeschuppt; Blau mit schwarzen oder ohne Binden, Blaufahl mit dunklen Binden und ohne Binden, Hellblau mit weißen Binden, Hellblau-Weißgeschuppt, Blau-Gehämmert, Blaufahl-Gehämmert, Rotfahl-Gehämmert, Gelbfahl-Gehämmert, Braunfahl-Gehämmert, Rot-, Gelb-, Braunfahl – Alle Farben auch mit weißem Schwanz.

 

Farbe und Zeichnung

Alle Farben rein, die Lackfarben satt, mit reichem Glanz, Grundfarbe Weiß. Kopf, Latz, Flügelschilder und Schwanz mit Keil und Decken farbig. Latz klein, nur wenig über den an die Kehle gedrückten Schnabel reichend, Hinterkopfzeichnung höher. Eine mittelgrosse weiße Schnippe muss über den Schnabelwarzen beginnen. 7-10- Handschwingen und Rücken weiß; Brücke auf dem Oberrücken gestattet.

 

Grobe Fehler

Zu schwacher oder zu langer Körper, zu hoher oder zu niedriger Stand, starke Kopfplatte, angelaufener oder fleckiger Oberschnabel, bei hellen Farbenschlägen ebensolcher Unterschnabel, zu helle (gelbe) Augen, grober oder blasser Augenrand, stark angezogener Schwanz, befiederte Füße, lockeres Gefieder, matte oder unreine Farbe, unreine, zackige, zu kurze oder breite Binden, dritte Binde, große Abweichungen in der Kopfzeichnung, farbiger Rücken, Schilf im Schwanz oder Keil, weniger als 7 und mehr als 10 weiße Schwingen, mehr als 2 weiße Schwingen Unterschied, Wechselschwingen, farbige Schenkel und Körperseiten.

 

Bewertung

Gesamteindruck – Körperform, -haltung und -stellung – Farbe und Zeichnung – Augen- und Schnabelfarbe.